Virtualisierung
Virtualisierung - mal ganz objektiv betrachtet!
Alle Welt diskutiert über Virtualisierung.
Abgesehen von diesem Hype wollen wir an dieser Stelle ohne viel Fachchinesich kurz und zugegeben sehr grob zusammengefasst beleuchten, um was es dabei geht.
Alternativ zu einer Serverfarm mit heterogener Hard- und Betriebssystemsoftware können Sie durch Virtualisierung Ihre Serverlandschaft konsolodieren.
Durch den Einsatz von Virtualisierungssoftware bzw. Virtualisierungslösungen, die die einzelnen Betriebssysteme bieten, können Sie in den Bereichen Hardware-Investition, Administration und Wartung deutlich Kosten sparen.
Man unterscheidet bei Virtualisierung drei verschiedene Konsolidierungsebenen, hierzu gehören:
- Aufteilung innerhalb einer Betriebssysteminstanz (Container innerhalb von Solaris 10, OpenVZ und Virtuozzo unter Linux)
- Parallel betrieben mehrere Betriebssysteminstanzen in einer Partition (LDOMs unter SPARC, VMWare, Xen und Microsoft Virtual Server unter x64)
- Aufteilung der Hardware auf Board- oder CPU-Ebene (wie z.B. mit den Dynamic System Domains unter SPARC)
Hierbei unterstützend wirken Virtualisierungshilfsmittel in den CPUs (Intel: Vanderpool Technology/VT und AMD: Pacifica)
Die Virtualisierungssoftware stellt Ihnen mehrere, sogenannte virtuelle Server auf ein und derselben Hardware zur Verfügung. Diese virtuellen Server können Sie Ihren Anforderungen entsprechend komfortabel konfigurieren und administrieren. Systemressourcen wie CPU-Power oder Arbeitsspeicher (RAM) können je nach Bedarf der User frei auf diese virtuellen Server verteilt werden.
So kann beispielsweise auch auf Spitzenlasten bestimmter User zu bestimmten Zeiten flexibel reagiert werden. Sie können dem betreffenden virtuellen Server auf diesen Zeitraum begrenzt ganz gezielt und komfortabel eine erhöhte Performance zuweisen, ohne dass die anderen dabei in die Knie gehen müssen.
Fehler oder Abstürze, die in einem solchen virtuellen Server entstehen, haben keine Auswirkungen auf das Gesamtsystem. So können Sie beispielsweise Testsysteme bedenkenlos auf produktiver Hardware laufen lassen und diese bei Erfolg ohne umständliche Migration scharfschalten.
Durch Virtualisierung sind Sie beispielsweise nicht mehr gezwungen, veraltete Hardware zu nutzen, weil nur auf dieser das erforderliche, aber genauso veraltete Betriebssystem läuft, das Sie zum Betrieb Ihrer Applikation zwingend brauchen. Nun können Sie problemlos viele alte Applikationen und Betriebssysteme auf brandneuer Hardware betreiben.
Sie haben noch Fragen?!